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Integrative Medizin aus Sicht der Schweizer Schulmediziner

von Roger Buchs

Integrative Medizin aus Sicht der Schweizer Schulmediziner

von Roger Buchs

Damit Sie besser nachvollziehen können, mit welcher Motivation dieser Artikel zu Stande gekommen ist, möchte ich Sie ganz kurz in meine Welt entführen:

Vor über 20 Jahren wurden sowohl mein Vater wie auch meine Grossmutter durch eine Krebsdiagnose und anschliessende Chemotherapie innerhalb weniger Monate aus dem Leben gerissen.
Obwohl mir zu dieser Zeit herzlich wenig über Medizin und die ganzen Verstrickungen der Pharmaindustrie bekannt war, war mir damals bereits bewusst, dass irgendetwas komplett falsch lief und läuft.
Meine Grossmutter war vor der Krebs-Diagnose das blühende 60-jährige Leben und innerhalb zweier Monate im Spital von uns gegangen.
Rund 20 Jahre später, im Zuge meiner Zertifizierung als Geistheiler - und tausende von medizinischen und anderen Buchseiten und mit vielen ganzheitlichen Erkenntnissen später - stand ich vor einer grossen Entscheidung:
Kampf mit der Schulmedizin oder Zusammenarbeit mit derselben?

Ich entschied mich für Zusammenarbeit – dazu sollte es jedoch – trotz diverser wohlwollender Kontaktversuche, bis heute nicht kommen.

Wieso erzähle ich Ihnen das?

Damit Sie meine Bestürzung über die nachfolgenden Sachverhalte verstehen und meine innerste Motivation für mein Schaffen nachvollziehen können.

Am 21. März 2014 besuchte ich voller Erwartung einen Vortrag mit dem Titel „ Spirituelle Medizin“ in St. Gallen. Als Redner wurde der Leiter des Zentrums für integrative Medizin des Kantonsspitals St. Gallen, ein Arzt mit anthroposophischem Hintergrund vorgestellt.

Die folgenden eineinhalb Stunden wurden wir mit diversen Herleitungen von möglicher Geistigkeit im Dasein des Menschen berieselt, und mit der Feststellung konfrontiert, dass sogar die unzähligen zum Teil wissenschaftlich dokumentierten Na(c)htoderfahrungen zu hinterfragen bzw. als phantasievolle Aktivitäten eines toten Gehirns abzutun seien.

Ich war erschüttert und erleichtert zugleich. Erschüttert über die Ignoranz eines Klinikleiters, dessen Aufgabe es wäre, verschiedene Philosophien und Erkenntnisse zu vereinen, erleichtert, weil meine Einschätzung der schulmedizinischen Aktivitäten rund um die sogenannte Komplementärmedizin zu einhundert Prozent treffend war und weiterhin ist.

Zur weiteren Vertiefung ein Ausschnitt aus dem Internetauftritt besagter Klinik:

„Komplementärmedizin ist ein Sammelbegriff für ergänzende Heilverfahren, die zur Linderung von verschiedenen Symptomen und zur Förderung der Selbstheilungskräfte eingesetzt werden. Integrative Medizin beinhaltet die komplementäre und die konventionelle Medizin. Die unterschiedlichen Ansätze der konventionellen (Schul-) Medizin und der komplementären Medizin stehen sich nicht gegenüber und schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil, die Verbindung erfolgt in der Integrativen Medizin so, dass sie sich in ihren Stärken und Vorteilen sinnvoll gegenseitig ergänzen.“

Ich weise Sie als offenherzigen Leser, an diesem Punkt darauf hin, dass seriöse Heiler, Naturheilpraktiker und Holistopathen keine Symptome lindern, sondern mit verschiedenen Techniken Ursachen von sogenannten Krankheiten auflösen. Deswegen sind wohl wir „Alternativen“ komplementär, weil wir ergänzend (komplementär) zur Symptombekämpfung der Schulmedizin mit Hilfe der geistigen Ebenen die wirklichen Ursachen erkennen und auflösen dürfen.

An dieser Stelle möchte ich Sie auf einen Artikel in der FAZ hinweisen, welcher am 11.10.2011 unter dem Titel „Vom Gebot der alternativen Heilkunst“ veröffentlicht wurde.
Ich zitiere:
Eine Medizin, die das Leiden nicht abstrahiert, sondern "dem Patienten sein individuelles Gesicht wieder gibt", eine, die den Patienten "lehrt zu schwimmen" statt "den Ertrinkenden bloß zu retten versucht", eine auch, "die nicht nur fragt, ob der Mensch noch am Leben ist, sondern wie dieser im Leben steht" - sollte man es sich leisten, auf eine solche Medizin zu verzichten? Volker Diehl, einer der weltweit führenden Hämatologen, Universitätskliniker und Krebsforscher, ein ausgewiesener Schulmediziner also, von dem diese Zitate stammen, hat eine klare Meinung: Nein, solche Heilkunst möge ein "substantieller Teil der Krebsmedizin von morgen werden". Vorgebracht hat der Kölner Arzt die Litanei der Schmeicheleien am Wochenende vor einem Publikum, das man in seinen Kreisen vor ein paar Jahren noch bestenfalls als medizinische Glücksritter bezeichnet, schlimmstenfalls als Quacksalber den Rücken zugedreht hätte.
Den kompletten Artikel finden Sie in der Online-Ausgabe der FAZ http://www.faz.net/aktuell/wissen/integrative-medizin-vom-gebot-zur-alternativen-heilkunst-11489819.html?printPagedArticle=true

Was anscheinend in Deutschland schon im Jahre 2011 integrativen Charakter – und vor allem eines, nämlich Herz - hatte, ist in der Schweiz unter den Anthroposophen scheinbar unmöglich. So wird ausschliesslich Osteopathie, erweiterte anthroposophische Medizin und TCM integriert – alle anderen sogenannten Heilmethoden werden mit der Begründung, man könne nicht alle Richtungen berücksichtigen, ausgeschlossen.
Es ist tatsächlich so, dass viele sogenannt „alternative Heilmethoden“ nicht Krankenkassen anerkannt sind. Dies hat mehrere Gründe – einer davon ist, dass das System kranke Menschen braucht, um sich am Leben zu erhalten und der andere, dass die Schulmedizin definiert, was anerkannt wird und was eben nicht.

Fazit:

Was uns in der Schweiz als integrative Medizin verkauft wird, ist nichts weiter als eine stark dezimierte Auswahl von krankenkassentauglichen Alternativen – nicht jedoch ein integratives Gesundheitsmodell. Wie die Schulmedizin selbst, wurden auch die integrierten Methoden danach ausgewählt, ob sie einerseits Ratio-konform sind und damit durch die kranken Kassen anerkannt und andrerseits wurden alle herzorientierten und nicht erklärbaren Methoden abgelehnt. Aus persönlicher Erfahrung weiss ich, dass Heilung ausschliesslich auf der Herzensebene geschehen kann – dem reinen Verstand bleibt sie verborgen.
Würde die ganzheitliche Gesundheit des Patienten an erster Stelle stehen, hätten viel mehr Heilmethoden im System Platz. Die als „integrative Medizin“ bezeichnete Kliniksparte ist ein weiteres Placebo im sogenannten Gesundheitssystem – nicht mehr – und auch nicht weniger.

Erlauben Sie mir abschliessend festzustellen, dass in den Augen der Schulmedizin die Erde immer noch eine Scheibe ist, allerdings seit kurzem mit einem Schweif rundherum.
Vom Aderlass zum gezielten Nadelstich und dies in einer Entwicklungszeit von über 1000 Jahren!

In diesem Sinne – bleiben Sie gesund!

Roger Buchs
„Alles ist Geist“

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