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Die Rollen von Geist und Ego bei unserem Denken

Reihe Geist und Ego
Reihe Geist und Ego

Urteilen ist ok - aber mit dem Ego!

Reihe Geist und Ego

Bewerten und Urteilen sind für viele Menschen immer wieder Thema. Man solle dies möglichst vermeiden, heisst es. Genauso wie das negative Denken. Man soll positiv denken. Allesamt »Vorschriften«, wie man zu denken hat. Dabei gibt es immer verschiedene Möglichkeiten zu reagieren. Anouk Claes zeigt, was sich uns dabei bietet und wie wir es uns dadurch leichter machen können.

Sie kennen sicher Sätze wie: »Man soll nicht negativ  denken.« Meist wird dann davon ausgegangen, dass diese Art des Denkens einen schlechten Einfluss auf einen selbst oder auf die Person, über die man schlecht denkt, habe,  oder es werden sonstige Gründe angeführt. Ich sehe es so: Das Ego hat keine Alternative, es kann gar nicht anders denken, als es gerade denkt, einmal ist das sogenannt »positiv«, ein andermal sogenannt »negativ«. Wer  entscheidet denn, ob eine Gedanke positiv oder negativ ist? Der Geist entscheidet das, und da liegt auch das Problem. Es stimmt schon, dass man nicht urteilen sollte, aber dies gilt ausschliesslich für den Geist!

Man kann mit dem Ego also alles bewerten, nicht aber mit dem Geist! Daraus resultiert oft Verwirrung: Das Ego denkt positiv/negativ und der Geist nicht. Man hat Mühe, Geist und Ego auseinanderzuhalten. Im Alltag sind sie auch eng miteinander verbunden und nicht so leicht auseinanderzuhalten wie hier in einem Arbeitsmodell auf dem Papier.

Viele benutzen den Geist nicht, um sich viele Möglichkeiten vorzustellen, oder in dem Bewusstsein, dass man vieles nicht weiss, sondern sie benutzen ihn wie das Ego. Das Ego denkt, dass etwas »schlecht« ist – und der Geist denkt es dann auch. Seine Meinung am nächsten Tag wieder zu ändern, ist für das Ego kein Problem, da es im hier und jetzt lebt. Der Geist hat jedoch ein anderes Zeitempfinden, und was der Geist einmal gedacht hat, gilt oft für die Zukunft und meist auch rückwirkend für die Vergangenheit.

Somit hat der Geist dann keine Möglichkeit, »frei« zu sein, sondern ist innerlich an seine Glaubensstrukturen gebunden. Man könnte also sagen, eine Glaubensstruktur ist so etwas wie ein Urteil im Geist. Glaubensstrukturen sind etwas ganz normales, man hat sie sich ausgewählt, aber sie können zu einem Problem werden, wenn man nur wenige von ihnen hat und somitnicht damit jonglieren kann, oder wenn man beginnt, sie für wahr zu halten und nicht mehr nur als eine Möglichkeit sieht. In der Folge wird man andere Glaubensstrukturen, die auch möglich wären, zu verwerfen beginnen. Sie scheinen dann nicht möglich, weil sie nicht zu den schon bestehenden, selbst ausgewählten
Glaubensstrukturen passen. Eine Glaubensstruktur im Ego würde ich eher als eine persönliche Meinung bezeichnen.

Weiterlesen im Heft Sommer 2014 (Nummer 30)

 

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